Feuerwehr Emstek meistert die XLETIX Challange

So geht man an den Start...
Dann: Das 1. Hindernis.
So sieht man am Ende aus. Die Teilnehmer: Oben v.l.n.r.: Simon Vorwerk, Felix Fischer, Michael Abeln, Lukas Lampe, Christoph
Rump, Stephan Niemann und Thomas Bahlmann, unten v.l.n.r.: Tobias Ellmann, Dennis Nasou, Christoph Bramlage und Jürgen Abeln

11 Kameraden gehen nicht nur durchs Feuer, sondern auch durch Schlamm Emstek/Wuppertal (ein Bericht von Tobias Ellmann).

Es begann alles im Januar diesen Jahres beim Dienstsport der Freiwilligen Feuerwehr Emstek. Die noch Wehrdienstpflichtigen Kameraden erzählten von ihrer Ausbildung und dem Hindernis Parcours der Bundeswehr. „Eigentlich hat das wohl Spaß gemacht“ so das Fazit. Daraufhin mischten sich die jüngeren Kameraden ein und erzählten von der XLETIX Challenge. Die XLETIX Challenge ist der Extrem-Hindernislauf, den es als Team zu meistern gilt. Es geht um eine anspruchsvolle Laufstrecke, die mit Hindernissen gespickt ist.

Das Motto der Challenge: „Ein Team, Ein Ziel!“. Schnell traf sich eine Planungsgruppe (Bestehend aus Lukas Lampe, Christoph Bramlage, Simon Vorwerk und Tobias Ellmann) um das weitere Vorgehen zu planen. Man entschied sich für den Lauf am 01.09.2018 in einem Steinbruch bei Wuppertal. Innerhalb einer kurzen Anmeldezeit meldeten sich 11 Kameraden an. Challenge Accepted!

Nun galt es sich auf die 6 bis 8 Kilometer und 14 Hindernisse vorzubereiten. Hervorragend eignete sich dafür der „Trimm dich Pfad“ in den Bührener Tannen und der Dienstsport in der Turnhalle in Höltinghausen.

Den Samstag hat man mit einem gemütlichen Frühstück bei einem hiesigen Bäcker angefangen, denn ohne Mampf kein Kampf! Nach der Stärkung machten sich die 11 Kameraden auf den Weg nach Wuppertal. Unterwegs kamen auch einige Zweifel auf, wie zum Beispiel: „Schaffen wir es überhaupt über die 3 Meter Wand?“ oder „Warum habe ich mich hier eigentlich angemeldet? Ich könnte jetzt auch mit der Familie einen Spaziergang machen“. Spätestens bei der Ankunft in Wuppertal war allen klar, die „Reise“ hatte sich gelohnt. Der Anblick des Steinbruches war atemberaubend.

Umgehend nach der Ankunft hieß es auch schon Umziehen, Taschen wegbringen und rein in den Startbereich. Ehe man sich versah ging es auch schon los. Nach ca. 100 Metern kam das erste Hindernis. Eine ca. 1 Meter Tiefe und 5 Meter lange Schlammgrube wartete auf die Kameraden (Siehe Foto). Eigentlich sollte man darüber springen, aber das kann ja jeder und so machte man sich zu Anfang komplett dreckig. Erwähnenswert war auch die zu Anfangs erwähnte 3 Meter hohe Wand, über die man ohne Hilfsmittel kommen musste. Durch die so genannte „Räuberleiter“ und durch eine starke Schulter konnte man auch dieses Hindernis überwinden. Danach ging es einige Höhenmeter rauf und runter. Zwischendurch durch eine 20 Meter Strecke unter Stacheldraht im Schlamm kriechen, in 2,50 Meter Höhe über einen Balken balancieren oder mit vier Mann einen anderen Kameraden 100 Meter lang auf einer Platte Tragen. Alles kein Problem für die Kameraden im Alter von 18 bis 42 Jahren.

Die große Mutprobe war der „Freaky Froster“, denn man musste Kopfüber durch ein mit Eiswürfeln gefülltes Becken. Es galt den inneren Schweinehund zu überwinden. Nach der Abkühlung ging es zum so genannten „Team Twister“, ein 20 Meter langes Wasserbecken mit zwei, auf der Wasseroberfläche liegenden, 50 cm hohen Rollen. Nur im Team konnte man es über die glitschigen Rollen schaffen. Abschließend musste man eine 4,50 Meter hohe, im 45 Grad Winkel abgestützte Wand erklimmen. Nach kurzem testen hatten die Kameraden aus Emstek auch an diesem Hindernis den Dreh raus und konnten ihren Lauf fortsetzen.

Kurz vor dem Zieleinlauf wurde noch einmal im Schaum gebadet. Nachdem alle den Ausweg gefunden haben liefen alle 11 Feuerwehrmänner gemeinsam durch das Ziel. Challenge Completed!

Kurz nachdem alle geduscht waren wurden schon die ersten Pläne für das nächste Jahr aufgestellt. „Dann aber 12 Kilometer!“ so der O-Ton. „Ein Team, Ein Ziel“ so das Motto des Veranstalters. Gemeinsam an einem Strang ziehen, ob 18 oder 42 Jahre. Den Abschluss machten die Schlammläufer im heimischen Feuerwehrhaus. In gemütlicher Runde wurden die über eine Action-Kamera gemachten Aufnahmen analysiert und die Pläne für das nächste Jahr vertieft.