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Datum: 17.07.2012<br />Visbek Z 16

Übung beim "Partner der Feuerwehr" ExxonMobil

Vollzähligkeitsappell auf dem Sammelplatz
Die ersten Rettungstrupps retten den verletzten Kollegen.
Nach den „Löscharbeiten“ wurde der Preventer – die Bohrlochsicherungseinrichtung - mit einem mobilen Wasserwerfer gekühlt.

Ein Szenario, dass Dank der ausgefeilten Sicherheitstechnik wahrscheinlich nie Realität wird, erwartete die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Emstek als sie mittels Meldeempfänger zum „Einsatz“ gerufen wurden.

Auf der wieder in Betrieb genommenen Bohranlage „Visbek Z 16“ am Schullenweg in Drantum war es zu einem Unfall gekommen. Erdgas mit Schwefelwasserstoff war freigesetzt worden und hatte sich entzündet. Direkt im Unterbau des Bohrturmes, in dem Bereich, wo sich der Bohrlochsicherungs-Preventer (eine Einrichtung, die das Verschließen einer unter Druck stehenden Bohrung ermöglicht) befindet, schlugen „meterhohe Flammen“ in den Abendhimmel. Eine verletzte Person galt es zu retten.

Die Übung, die vom Notfallkoordinator der ExxonMobil, Fritz Völker, ausgearbeitet worden war, hatte zum Ziel das Einsatzgeschehen entsprechend einem vorliegenden Gasalarmplan abzuarbeiten. Und so kam es auch: Nachdem der Alarm auf der Bohranlage ertönt war, verließ die gesamte Bohrmannschaft die Anlage wie im Alarmplan vorgesehen und fand sich auf dem Sammelplatz ein. Die Alarmierungsketten von der Bohranlage zu den Leitstellen der ExxonMobil und der Feuerwehr wurden durchgespielt.

Als beim Vollständigkeitsappell festgestellt wurde, dass ein Mitarbeiter fehlte, rüsteten sich zwei Rettungstrupps mit Atemschutz aus und begannen mit der Vermisstensuche. Der „Verletzte“ wurde an seinem Arbeitsplatz entdeckt und gerettet.

Die Aufgaben der Feuerwehr:

Bereits während der Anfahrt hatten die Einsatzkräfte Atemschutz angelegt
"Feuer""-Bekämpfung im Bereich des Preventers
Mit zwei Rettungstrupps musste ein "verletzter" Kamerad aus dem Gefahrenbereich gerettet werden
Eine positive Bilanz zogen sowohl der Notfallkoordinator der ExxonMobil als auch der Gemeindebrandmeister bei der abschließenden Schlussbesprechung

Mittlerweile trafen auch die ersten Einsätzkräfte der Feuerwehr ein. Da unklar war, ob auch giftige Gase austraten rückten die Feuerwehrkameraden bereits in den Fahrzeugen unter Atemschutz zur Einsatzstelle vor.

Nach Vorgabe des Notfallplanes wurden die verschiedenen Anlaufpunkte und Absperrorte angefahren und die notwendigen Vorkehrungen getroffen.

Auf der Bohranlage wurde das Feuer zunächst mit Strahlrohren bekämpft.

Anschließend wurden umfangreiche Kühlmaßnahmen mit einem mobilen Wasserwerfer vorgenommen. Nachdem feststand, dass keine giftigen Gase austraten wurde außerhalb der Bohranlage eine Wasserentnahmestelle an einem nahegelegenen Teich eingerichtet und die Förderung von Wasser über lange Strecken geübt.

Ein „Zwischenfall“ ereignete sich, als plötzlich ein Feuerwehrkamerad „zusammenbrach“ und von einem Rettungstrupp aus dem Gefahrenbereich evakuiert werden musste.

In der abschließenden Schlussbesprechung zeigte sich der Notfallkoordinator der ExxonMobil, Fritz Völker, sehr zufrieden mit dem Verlauf der Übung. Insbesondere die getesteten Kommunikationswege und die Zusammenarbeit von Feuerwehr und Bohranlagenbetreiber hätten gut funktioniert.

Gemeindebrandmeister Konrad Böske resümierte, dass im Falle eines Echteinsatzes aufgrund des hohen Bedarfs an Atemschutzgeräteträgern sicherlich eine zweite Feuerwehr zur Hilfe gerufen worden wäre. Es sei immer wieder wichtig solche Übungen zu fahren, um mögliche Verbesserungspunkte zu erkennen und um dann für einen tatsächlichen Einsatz gerüstet zu sein.

Er dankte der ExxonMobil für die stets gute Zusammenarbeit.

Einige Bilder zur Übung: